
Eltern-Kind Psychosomatik und Psychotherapie in der Kitzberg-Privatklinik
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Gemeinsam heilen,
gemeinsam wachsen
Für mehr VerbindungManchmal geraten Eltern und Kinder aus dem Gleichgewicht – wenn Stress, Überforderung oder psychische Belastungen das Miteinander prägen. In der Kitzberg-Klinik haben Eltern und Kinder die Möglichkeit, gemeinsam stationär behandelt zu werden. Dieses besondere Konzept zählt zu den wenigen Angeboten dieser Art in Deutschland.
Im Mittelpunkt steht die familiäre Interaktion und das soziale Umfeld. Eltern werden in ihrer Erziehungskompetenz, Konfliktfähigkeit und Kommunikation gestärkt, während sie selbst psychotherapeutische Unterstützung erhalten. Gleichzeitig werden Kinder und Jugendliche, die unter den familiären Belastungen oder eigenen psychischen Erkrankungen leiden, in das therapeutische Konzept der Kinder- und Jugendpsychiatrie integriert.
So entsteht ein ganzheitlicher Behandlungsrahmen, der Heilungsprozesse bei Eltern und Kindern zugleich anregt und das familiäre Zusammenleben langfristig verbessert.
Unsere Behandlungsschwerpunkte
Emotionale Störungen & Belastungen
Emotionale Belastungen beeinflussen Gefühle, Gedanken und Verhalten und können das innere Gleichgewicht deutlich ins Wanken bringen.
Stimmungsschwankungen, Rückzug oder Überforderung wirken sich oft spürbar auf Alltag, Schule, Freundschaften und Familie aus.
Angsterkrankungen gehören zu den häufigsten Störungen im Kindes- und Jugendalter. Sie können sich auf verschiedene Weise manifestieren, etwas durch Panikattacken oder spezifische Ängste, beispielsweise vor Tieren, medizinischen Eingriffen oder bestimmten Situationen. Anhaltende Sorgen, Rückzug oder depressive Verstimmung belasten den schulischen Alltag, soziale Beziehungen sowie die allgemeine Lebensführung. Betroffene zeigen oftmals auch ohne objektiv vorhandene Bedrohung eine übersteigerte Angstreaktion und sind in ihrer Handlungsfähigkeit beeinträchtigt. Darüber hinaus können selbstabwertende Gedanken, Konzentrationsstörungen sowie situationsbezogene Black-outs auftreten. Die angstauslösende Situation kann begleitet sein von körperlichen Symptomen (Schwitzen, Zittern, Herzklopfen etc.) und ist rationalen Argumenten nicht zugänglich. Die Ängste drohen sich auf mehrere Lebensbereiche auszuweiten und einen übermäßigen Stellenwert einzunehmen. Allen Ängsten ist es gemeinsam, dass sie ein Vermeidungsverhalten auslösen, um dem Angstreiz zu entgehen. Hierdurch können nachhaltige Einschränkungen der Alltags- und Funktionsfähigkeit eintreten.
Depressive Störungen sind durch eine anhaltend gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudverlust sowie einen deutlichen Rückgang von Antrieb und Motivation gekennzeichnet. Betroffene Kinder und Jugendliche zeigen häufig Rückzugstendenzen, verminderte Leistungsfähigkeit sowie ein vermindertes Selbstwertgefühl. Der Alltag, schulische Anforderungen und soziale Beziehungen können dadurch erheblich beeinträchtigt werden. Weitere typische Symptome umfassen anhaltende Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, erhöhte Reizbarkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie selbstabwertende oder schuldbezogene Gedanken. Auch körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Appetitveränderungen oder psychosomatische Symptome können auftreten. In schweren Ausprägungen kann es zu Suizidgedanken oder -handlungen kommen, was eine besondere diagnostische und therapeutische Aufmerksamkeit erfordert.
Traumafolgestörungen entstehen infolge der Konfrontation mit außergewöhnlich bedrohlichen oder katastrophalen Ereignissen, die bei nahezu jeder Person eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würden, wie etwa schwere Gewalt, sexueller Missbrauch, schwere Unfälle oder der Verlust naher Bezugspersonen. Eine zentrale Ausprägung stellt die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, F43.1) dar. Kennzeichnend für die PTBS sind das wiederholte Erleben des traumatischen Ereignisses in Form von aufdringlichen Erinnerungen, Flashbacks oder Albträumen, ein anhaltendes Vermeidungsverhalten gegenüber traumabezogenen Reizen sowie eine andauernde psychovegetative Übererregung. Diese äußert sich unter anderem in Schlafstörungen, erhöhter Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen und vegetativen Symptomen. Häufig treten zudem emotionale Taubheit, sozialer Rückzug sowie eine eingeschränkte Fähigkeit zur Affektregulation auf. Die Symptome beeinträchtigen häufig die schulische Leistungsfähigkeit, soziale Beziehungen und die allgemeine Alltagsbewältigung erheblich. Traumafolgestörungen können zudem mit einem veränderten Selbst- und Weltbild, Schuld- oder Schamgefühlen sowie einem anhaltenden Gefühl von Unsicherheit einhergehen.
Aufmerksamkeit, Lernen & Verhalten
Störungen im Bereich Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Leistungsfähigkeit erschweren den Umgang mit schulischen Anforderungen und sozialen Situationen.
Konflikte, Stress und Überforderung können sich verstärken und den Entwicklungsverlauf beeinflussen.
Aufmerksamkeitsstörungen manifestieren sich durch ausgeprägte Schwierigkeiten in der Fokussierung, selektiven Aufmerksamkeit sowie in der Kontrolle von Impulsen, wodurch sowohl Lernprozesse als auch Verhalten und soziale Interaktionen erheblich beeinträchtigt werden können. Zu den am häufigsten vorkommenden Erscheinungsformen zählen die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sowie die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne Hyperaktivität (ADS). Beide Störungsbilder zeichnen sich durch ein klinisch bedeutsames Ausmaß an Aufmerksamkeitsbeeinträchtigung, Ablenkbarkeit, Impulsivität und bei der Diagnose ADHS an motorischer Überaktivität aus. Die Symptomatik kann zu weitreichenden psychosozialen Beeinträchtigungen führen, die sich insbesondere in schulischen Leistungsdefiziten, Schwierigkeiten im Umgang mit Gleichaltrigen, emotionaler Dysregulation sowie in problematischen Interaktionen innerhalb des familiären und sozialen Umfelds äußern.
Die Autismus-Spektrum-Störungen beinhalten eine grundlegende Beeinträchtigung in der wechselseitigen sozialen Interaktion, eine qualitative Beeinträchtigung der Kommunikation mit anderen Menschen sowie stereotype und repetitive Verhaltensweisen und Aktivitäten. Den betroffenen Kindern und Jugendlichen fällt es schwer mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und Freundschaften aufzubauen. Häufig kommen Besonderheiten in der Wahrnehmung, ein starkes Bedürfnis nach Routine und Schwierigkeiten im Umgang mit Veränderungen hinzu. In der Kitzberg-Klinik bieten wir eine umfassende Diagnostik und Empfehlungen für eine poststationäre Weiterbehandlung und Begleitung für die betroffenen Familien an.
Schulvermeidung bezeichnet ein wiederholtes oder anhaltendes Fernbleiben von der Schule, obwohl keine körperliche Erkrankung vorliegt. Sie tritt häufig aus psychischen, emotionalen oder sozialen Gründen auf, z. B. Angst (Schulangst, Trennungsangst), Überforderung, Mobbing oder familiäre Belastungen. Betroffene Kinder und Jugendliche möchten oft lernen, schaffen es aber nicht, regelmäßig am Unterricht teilzunehmen. Die Vermeidung schulischer Anforderungen begünstigt eine Zunahme von Leistungsproblemen, die Selbstvertrauen und Motivation stark beeinflussen.
Bindungsstörungen zeigen sich durch Schwierigkeiten Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben oft Probleme damit, Nähe zuzulassen oder es fällt ihnen schwer die nötige Distanz zu fremden Menschen zu halten. Andauernde Probleme in Beziehungen, soziale Ängste sowie eine emotionale Unzugänglichkeit oder übermäßige Distanzlosigkeit sind kennzeichnend. In der Folge zeigen sich verzögerte Entwicklungsschritte, die die emotionale Stabilität beeinträchtigen. Die Ursachen liegen meist in belastenden frühen Bindungserfahrungen, zum Beispiel durch den Verlust einer wichtigen Bezugsperson, Vernachlässigung oder Missbrauch.
Weitere Störungsbilder
Manche Kinder und Jugendliche zeigen Verhaltens- oder Wahrnehmungsbesonderheiten, die ihren Alltag stark beeinflussen können.
In einem sicheren Rahmen unterstützen wir sie dabei, eigene Strategien zu entwickeln und ein stabiles Gleichgewicht zu finden.
Zwangserkrankungen sind psychische Störungen, die durch wiederkehrende, als aufdringlich erlebte Gedanken, Impulse oder Vorstellungen (Zwangsgedanken) sowie durch sich wiederholende Handlungen oder mentale Rituale (Zwangshandlungen) gekennzeichnet sind. Betroffene Kinder und Jugendliche erleben diese Symptome häufig als belastend und kaum kontrollierbar, obwohl sie deren Übertriebenheit oder Unangemessenheit erkennen. Die Zwänge dienen in der Regel der kurzfristigen Angstreduktion, führen jedoch langfristig zu einer Verstärkung der Symptomatik. Im Alltag äußern sich Zwangserkrankungen unter anderem durch ausgeprägte Kontroll- oder Waschrituale, starre Ordnungs- und Sauberkeitszwänge oder durch zwanghafte gedankliche Beschäftigungen. Diese Verhaltensweisen und Gedanken können erheblich Zeit in Anspruch nehmen und beeinträchtigen schulische Leistungen, soziale Beziehungen sowie die allgemeine Handlungsfähigkeit. Häufig treten begleitend erhöhte Anspannung, Schuldgefühle, Scham sowie Vermeidungsverhalten auf.
Essstörungen sind ernstzunehmende psychische Erkrankungen, die das Essverhalten, das Körperbild und das seelische Gleichgewicht tiefgreifend beeinflussen. Zu den häufigsten Formen zählen die Anorexia nervosa, die Bulimia nervosa und die Binge-Eating-Störung. Typische Anzeichen sind eine starke gedankliche Beschäftigung mit Essen, Gewicht und der Figur, eine ausgeprägte Angst vor Gewichtszunahme, stark eingeschränktes oder kontrolliertes Essverhalten, wiederkehrende Essanfälle oder kompensatorische Maßnahmen wie selbst herbeigeführtes Erbrechen. Häufig bestehen zudem ein verzerrtes Körperbild, Scham- und Schuldgefühle sowie sozialer Rückzug.
Unser Therapieangebot
Individuell abgestimmt auf Ihre BedürfnisseIm Eltern-Kind-Bereich wird das Miteinander als Ganzes betrachtet – denn Veränderungen betreffen immer das gesamte System. Gemeinsam werden Dynamiken erkannt, die zu Belastungen geführt haben, und Wege gefunden, um Entwicklung und Zusammenhalt zu fördern.

Einzeltherapie
In der Einzeltherapie arbeiten Sie regelmäßig mit Ihrem festen Bezugstherapeuten oder Ihrer Bezugstherapeutin zusammen. Dabei erhalten Sie Raum, um persönliche Themen in geschützter Atmosphäre zu besprechen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und neue Stärken zu entdecken.

Bezugsgruppe
In der Bezugsgruppe tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus – unter therapeutischer Leitung und in einem geschützten Rahmen. Die gemeinsame Dynamik eröffnet Ihnen neue Perspektiven, stärkt soziale Kompetenzen und zeigt, wie wertvoll die Kraft der Gemeinschaft sein kann.

Multifamilientherapie
Die Multifamilientherapie (MFT) ist eine Psychotherapieform, bei der mehrere Familien gemeinsam behandelt werden. Ziel ist es, die Eltern-Kind-Interaktion zu verbessern, die Handlungsfähigkeit der Eltern zu stärken und die Familie zu neuen Verhaltensweisen zu ermutigen. Es geht um Ressourcenaufbau und darum gemeinsam kreativ zu sein. Eltern und Kinder profitieren vom Austausch untereinander. Familien treten als Experten auf, die unter therapeutischer Anleitung miteinander Lösungsideen für ihre Probleme entwickeln und sich gegenseitig Halt und Zuversicht geben.

Warum gemeinsame Therapie?
Wenn Eltern psychisch erkranken, betrifft das meist die ganze Familie. Kinder übernehmen oft unbewusst Verantwortung oder entwickeln selbst Symptome wie Angst, Rückzug oder Verhaltensauffälligkeiten. Durch die gemeinsame Behandlung wird deutlich, wie eng das emotionale Wohlbefinden aller Familienmitglieder miteinander verbunden ist – und wie Veränderung im System entstehen kann, wenn man sie gemeinsam angeht.
Ziele der Behandlung
Das Ziel unserer Eltern-Kind-Psychosomatik ist es, Beziehung, Kommunikation und emotionale Stabilität innerhalb der Familie zu fördern.
Im Fokus stehen:
- die Stärkung familiärer Bindungen,
- das Lösen von Konfliktmustern,
- und die Verbesserung der Lebensqualität aller Beteiligten.

Psychotherapie
in der Kitzberg-PrivatklinikIn der Kitzberg-Privatklinik erhalten Eltern und Kinder mit psychischen Belastungen intensive therapeutische Unterstützung in einem sicheren Umfeld.
Die Behandlung kombiniert medizinische Betreuung, individuelle Psychotherapie und Gruppenangebote. Sie hilft, Symptome zu lindern, eigene Ressourcen zu stärken und neue Wege im Alltag zu finden – besonders dann, wenn ambulante Behandlungen nicht mehr genügen.
Spezialtherapie

Körper- und Bewegungstherapie
In der Bewegungstherapie lernen Kinder und Eltern, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und spielerisch zu bewegen. Ziel ist es, Sicherheit, Vertrauen und ein gutes Körpergefühl zu fördern.
Die Übungen sind oft spielerisch gestaltet und stärken die gemeinsame Interaktion zwischen Eltern und Kind. Dabei können körperlicher Kontakt und gemeinsames Erfolgserleben wertvolle positive Erfahrungen schaffen.

Kunsttherapie
In der Kunsttherapie bekommen Eltern und Kinder einen kreativen Raum, in dem Gefühle, Themen und Dynamiken sichtbar werden können – oft leichter als mit Worten. Über Farben, Formen und gemeinsames Gestalten entsteht ein ehrlicher Zugang zu inneren Bildern und Empfindungen.
Im Fokus steht das gemeinsame Erleben: wie Eltern und Kinder miteinander arbeiten, Rollen einnehmen und Nähe sowie Vertrauen entwickeln. So werden Beziehungsmuster sichtbar und familiäre Stärken erfahrbar.
Zusätzliche therapeutische Angebote
Eltern-Kind-Interaktion
Eltern-Kind-Interaktionsangebote sind ein wichtiger Bestandteil der Eltern-Kind-Psychotherapie. Eltern-Kind-Bewegungs- und -Kunsttherapien werden während des stationären Aufenthalts u.a. auch videogestützt durchgeführt.
Elternseminar
Im Elternseminar bekommen Eltern kompakte alltagsnahe Unterstützung: sichere Bindung fördern, klare Führung übernehmen und kindliche Signale besser verstehen – ergänzt durch praktische Übungen und Orientierung für die eigene Elternrolle.
Ernährungstherapie
Für Patient:innen mit Essstörungen wird eine individuell abgestimmte Ernährungstherapie angeboten – mit persönlichem Therapieplan, fundierten Empfehlungen und enger Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team.

Eltern-Kind-Interaktion
Ein erkrankter Patient ist stets auch der als krank wahrgenommene und präsentierte Teil eines Familiensystems. Deshalb sind Paar- und Familiengespräche bei Veränderungen und Reifungsprozessen notwendig, um die Umstände, in denen sich die Symptomatik eines Patienten entwickelt hat, in Bezug auf die Paar- bzw. Familiendynamik zu erkennen und Weiterentwicklung zu fördern. Familiensitzungen sind auch wichtig, um eine Reintegration nach einer stationären psychotherapeutischen Behandlung in das reale soziale Umfeld des jeweiligen Patienten zu erleichtern.

Pflegerische Betreuung
Unser Pflegeteam begleitet Sie aufmerksam, strukturiert und zuverlässig durch Ihren Aufenthalt in der Kitzberg-Privatklinik.

Soziale Arbeit & Entlassungsmanagement
Die soziale Arbeit bietet Einzelberatung und begleitet Patient:innen bei persönlichen, familiären, beruflichen oder finanziellen Problemen, die durch die Erkrankung entstehen. Sie erhebt psychosoziale Anamnesen, bearbeitet identifizierte Fragen, vermittelt ambulante oder institutionelle Hilfen, klärt sozialrechtliche Aspekte und bereitet die Entlassung vor. Ziel ist es, neue Perspektiven zu eröffnen, den Alltag nach der Klinik zu erleichtern und Eltern und Kindern in ihrer Lebensgestaltung zu unterstützen.
Diskret. Unkompliziert. Auf Augenhöhe.
Wir sind für Sie da!Ob Fragen zur Aufnahme, zur Behandlung oder zu den Kosten – wir stehen Ihnen zur Seite. Einfach melden, wir kümmern uns.

Bismarckstraße 3-7
97980 Bad Mergentheim
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